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© Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe | Stand April 2019

Eine neue innovative Technik ‚Concrete Canvas’ (Beton-Leinwand)


Concrete CanvasTM ist ein neuer Werkstoff, der in den vergangenen Jahren international mit diversen Innovationspreisen ausgezeichnet wurde. Im Wesentlichen besteht er aus zwei textilen Gewebelagen, zwischen denen ein hochwertiger Mörtel eingeschlossen ist. Dieses Sandwichmaterial wird im Trockenzustand als Rollenware konfektioniert geliefert, vom Gestalter in eine Form gebracht und anschließend gewässert. Nach eintägiger Abbindezeit erhärtet der Mörtel und die Gesamtform wird steif und wetterfest. Im Rahmen eines Projekts im Fach ‚Plastisches Gestalten’ in der Innenarchitektur (geleitet von Prof. Karl-Manfred Rennertz) erkundeten Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe die Möglichkeiten des Materials für den Möbelbau.

Sessels ‚Blanket’


Entwurf: Theresa Kellner, 2015


Stuhl‚Fasy’

Entwurf: Rafika Mettendorff, 2015


Eine Sonderausstellung der Designsammlung Detmold

20. Januar - 24. März 2015

Lippisches Landesmuseum Detmold



Die Designsammlung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und des Lippischen Landesmuseums Detmold zeigt auf drei Geschossen Exponate aus Geschichte und Gegenwart des Möbel-Designs. Als Stell-vertreter der Zukunft präsentiert die Sonderausstellung nun einen spektakulären Prototypen, der durch das 3D-Druck-verfahren aus einem einzigen Material digital gefertigt wurde - der GENERICO. Der visionäre Prototyp demonstriert, in welche Richtung sich das zukünftige Produktdesign entwickeln könnte.

Eröffnung am 20. Januar, 18.00h im Foyer des Lippischen Landesmuseums.


Zur Eröffnung illustrieren die Designer Marco Hemmerling und Ulrich Nether das neue Fertigungsverfahren und die damit verbundenen Designentwicklungen.



Ausstellungsgestaltung: Alina Cvetkova

Sitzbank ‚Waldeslust’


Entwurf: Melanie Baake,

WS 2009, Betreuer: Prof. Herbert Jakob Weinand  


Sonderausstellung SITZEN+

23. November 2011 - 06. Februar 2012

Lippisches Landesmuseum Detmold



Wenn wir sitzen, dann sitzen wir meist nicht nur, sondern wir sitzen, um zu arbeiten, um zu essen, um uns auszuruhen, um zu lesen… dazu benötigen wir oft zusätzliche Möbel, einen Tisch, eine Leuchte….

Im Zuge des Projektes SITZEN+ entwarfen und bauten Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innen-architektur Erweiterungen des Stuhls, die zu der Sitzfunktion weitere Funktionen hinzufügen. Konkrete Basis für die Entwürfe ist der Frankfurter Stuhl.

Stuhl ‚Combit’


Entwurf: Eva Christine Becker, 2011


Stuhl ‚Bewegung schafft Veränderung’


Entwurf: Ilka Müller, 2011


TISCHCHEN

leicht|raffiniert|funktional



Ausstellung in der Designsammlung Detmold

23. November 2016 - 26. März 2017

Ausstellungsgestaltung: Franziska Müskens, M.A.


Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte die Innenarchitektur eine Vielzahl kleiner Tischchen in unterschiedlichsten Formen. Diesen nicht selten auf raffinierte Weise sehr funktional konzipierten Typus gibt es bis heute. Auf einem mittigen Ständer oder auf drei, beziehungsweise vier Beinen stehend sind diese Assistenzmöbel aufgrund ihrer leichten Bauweise höchst mobil und lassen sich flexibel und individualisierend in den Räumen aufstellen. Sie gruppieren sich um den wohnenden Menschen und dienen ihm mit unterschiedlicher Spezialausstattung. Ihr Oberteil wird als Platte oder als Korpus in Kombination mit Schubkästen und beweglichen Elementen angefertigt: zur Präsentation von Kunstgegenständen oder zur Aufstellung von Blumentöpfen, als Nähtisch, Spieltisch, Schreibtisch, Schminktisch, Garderobentisch etc.


Die Ausstellung zeigt Beispiele für diesen reizvollen Möbeltyp aus mehreren Epochen. Sie beginnt mit einem hochwertig furnierten Boudoirtischchen aus der Biedermeierzeit des frühen 19. Jahrhunderts und einem aufwändigen Satztisch aus dem Wiener Jugendstil im frühen 20. Jahrhundert. Es folgen zwei Beispiele aus den formal besonders funktional und sachlich ausgerichteten 1920er/30er Jahren, der sogenannten ‚Klassischen Moderne’, die sich vor allem durch die Verwendung industrieller Materialien wie Stahlrohr auszeichnete. Phantasievoll und mit großer Begeisterung für das damals modische Resopal entwarfen die Designer der 1950er Jahre, die mit fünf Exponaten vertreten sind. Leider lassen sich hier typischerweise weder Entwerfer noch Hersteller identifizieren. Aus heutiger Produktion stammen zwei innovativ entworfene und hochwertigst gefertigte Sekretäre der Detmolder Firma YOMEI.

Mit den letzten fünf Beispielen blickt die Ausstellung in die unmittelbare Zukunft und zeigt aktuelle Studien aus der Möbelentwurfslehre von Professorin Iris Baum an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. Diese Serie - ‚Lippische Tischchen’ und ‚Erinnerte Tischchen’ genannt - wurde von Studierenden entworfen und in der Tischlerei der Hochschule gebaut.







Ausstellung in der Designsammlung Detmold

14. Mai 2019 - 11. August 2019

Ausstellungsgestaltung: Lukas Geier


"Thonet 200, Innovation, Holz"- so ist die neue Ausstellung der Designsammlung überschrieben, die am 14. Mai mit über 200 geladenen Gästen im Foyer des Lippischen Landesmuseums in Detmold eröffnet wurde. Die Schau der Designsammlung des Museums - cokuratiert von Prof. Dr. Andreas K. Vetter/FB1 - signalisiert mit ihrem Titel bereits, dass sie aus mehreren Teilen besteht. So wurde nicht nur das dritte, im letzten Jahr von sechs Innenarchitektur-Masterstudierenden neu gestaltete Sammlungsgeschoss offiziell eröffnet, das Museum zeigt zudem feinsinnige Möbelentwürfe aus der Lehre von Prof. Iris Baum sowie spannende Stuhlkonzepte des Detmolder FabLabs von Prof. Hans Sachs.


Zeitlicher Anlass der bis in den August laufenden Ausstellung aber ist der diesjährige 200. Geburtstag der Frankenberger Möbelfirma Thonet. Neben den 45, zum Teil 160 Jahre alten Exponaten, die sich in der Designsammlung befinden, wurden im Foyer Möbel aus der aktuellen Produktion installiert. Verantwortlich für die Gestaltung der Ausstellung - von der hellgrünen Signalfarbe bis hin zu den Podesten, die, wie auch viele der studentischen Möbelentwürfe in der Tischlerei des Detmolder Campus gefertigt wurden - ist der Bachelor-Student der Innenarchitektur Lukas Geier.


Dass sich mit der inzwischen über dreißig Jahre währenden Kooperation zwischen Museum und Hochschule attraktive Synergien und vor allem auch Chancen für die Lehre ergeben, darauf wiesen der Vertreter des Landesverbands Lippe Arne Brand und der Museumsdirektor Dr. Michael Zelle hin.


Den Studierenden und Besuchern bot sich zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung noch ein besonderes Schauspiel: In einem Zelt vor den Glaswänden des Foyers hatte die Firma Thonet eine Werkstatt mit großem Dampfkessel aufgebaut, in der zwei Möbelbauer vorführten, wie man Buchenholzstäbe unter Feuchtigkeit und Hitze biegt, um sie dann zu den berühmten Bugholzstühlen zusammenzufügen. Diese, vor allem aber auch der in der Ausstellung gezeigte Stuhltyp Nr. 214, waren schon vor neunzig Jahren zu über fünfzig Millionen Mal verkauft worden, erläuterte der Hauptvortragende des Abends, der Thonet-Vertriebsleiter Thomas Möller. Er sei gespannt, was sich in der Zukunft auch aus den Arbeiten der jungen, nachwachsenden Designer für die Möbelwelt, aber auch für sein Unternehmen ergäbe.